Sieg im dramatischen Krimi für Deutschland

17. Januar 2012

Was für ein unglaublicher Krimi gegen Mazedonien. Mit 24:23 setzte sich die deutsche Mannschaft gegen die Underdogs aus Mazedonien durch. Und es war kein unverdienter Sieg.

Die Männer des DHB-Teams feierten als wäre es der EM-Sieg. Ein riesiger Druck und eine noch größere Anspannung fiel von den Jungs ab. Und das Spiel war ein wahrer Nervenkrimi. 65 Sekunden vor dem Ende stand es 23:23 und alles von Sieg bis Niederlage, von EM-Hauptrunde bis EM-Aus war drin. Die Abwehrleistung war heute viel besser, aber dennoch nicht perfekt und vorne fehlte mal wieder die Abschlussgenauigkeit.

Überraschend war auch, dass Pascal Hens keine Sekunde auf der Platte stand. Ziemlich frustriert schaute der Kapitän auch deswegen dem Spiel zu. „Wir brauchten einen stabileren Abwehrspieler. Deswegen habe ich Hens draussen gelassen. Er war nicht enttäuscht und hat es verstanden“, sagte Bundestrainer Heubgerger.

Vor allem Lazarov machte den Deutschen das Spiel sehr schwer. Mit seinen präzisen Würfen und Pässen hebelte er eins um andere Mal die Abwehr der deutschen Mannschaft aus.

Bundestrainer Martin Heuberger, der zurecht vor dem Spiel in der Kritik stand, war erleichtert: „Ich kann der Mannschaft nur ein Kompliment machen. Es war alles andere als einfach. Sie hat gezeigt, dass sie eine Mannschaft ist.“ Und weiter sagte er: „Die Anspannung war da und wir kamen schlecht ins Turnier. Heute haben wir uns zurück gefightet.“

Maßgeblich zum Erfolg trug auch Lars Kaufmann bei: „Wir haben gehofft, dass wir ein Ausrufezeichen setzen können. Die Halle war gegen uns und der Sieg war nun wertvoller.“

Großartige Fans – großartig daneben

Knapp 200 km ist der Austragungsort Nis von der Grenze zu Mazedonien entfernt und die Halle in Nis war fest in der Hand von Mazedonien. Teilweise hatte man sein eigenes Wort nicht verstanden. Eine großartige Atmosphäre, die durch ein paar Idioten immer wieder gestört wurde. Denn ständig flogen Feuerzeuge und Münzen auf die Platte. Auch der Schiedsrichter wurde mindestens einmal getroffen.

Für die deutsche Mannschaft geht es am Donnerstag, den 19.01.2012 um 18.15 Uhr weiter (live in der ARD). Die EM-Träume sind noch nicht ausgeträumt.




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