Deutschland verliert unglücklich aber verdient

23. Januar 2012

Die deutsche Nationalmannschaft im Handball hat ihren ersten Matchball heute nicht verwandeln können. Mit einem 28:26 hat man gegen clevere und starke Dänen verloren. Am Mittwoch muss dann gegen Polen der Einzug ins Halbfinale gelingen.

Das war ein starkes Spiel der deutschen Handballer mit zu vielen individuellen Fehlern. Sie haben die Dänen in den ersten Minuten absolut im Griff gehabt und dann dank der fehlenden Cleverness das Spiel abgegeben. Bereits zur Halbzeit lag man mit 14:17 zurück.

Ein besonderer Fokus lag heute auf Kapität Pascal Hens. Er durfte mal wieder von Anfang an spielen und konnte keine starken Leistungen abrufen. „Meine Leistung war Scheiße. Wer mich kennt, der weiß, dass ich anders spielen kann. Ich weiß nicht warum ich so schlecht bin. Es ist schwierig“, sagte Hens direkt nach dem Spiel. „Natürlich haben wir gewußt, was wir heute erreichen hätten können“, sagte er weiter.

ZDF-Experte Schwarzer will nichts von einem Tief wissen: „Wir müssen aufpassen, dass wir Hens nicht in ein Loch reden. Die Mannschaft braucht ihn und er wird der Mannschaft auch bald wieder helfen.“

Und mit seiner Hilfe hätte die Mannschaft heute nicht alles aber vieles erreichen können. Bereits am Nachmittag spielten die Polen gegen Mazedonien und verloren gegen Mazedonien. Damit hätten die Deutschen beim Spiel gegen Dänemark nur gewinnen müssen und wären sicher für das Halbfinale qualifiziert gewesen und auch für die Olympia-Quali hätten sie sich sicher qualifiziert. So muss am Mittwoch ein Matchball zwischen Polen und Deutschland entscheiden. Das Spiel findet um 16:15 Uhr statt.

Das Spiel war vom Kampf geprägt

Doch das Spiel heute war nicht in jeder Hinsicht schlecht. Die Deutschen haben gekämpft und sich gute Chancen erarbeitet, findet auch Bundestrainer Heuberger: „Heute tut es richtig weh. Wir hatten richtig gute Chancen aber die Dänen haben jeden Fehler im Angriff mit einem Gegenstoß bestraft. Der Gegner ist nicht umsonst Vize-Weltmeister und sie waren heute cleverer.“ Und auch sonst fand er die Leistung seiner Jungs nicht so schlecht: „Über weite Strecken war dies heute ein gutes Spiel. Wir müssen nur ein wenig cleverer werden.“ Kapität Pascal Hens kommt zum gleichen Schluss: „Wir haben es nicht geschafft den Gegner in den Griff zu bekommen. Wir haben die Abschlüsse zu früh gesucht.“

Aber auch Lars Kaufmann war von der Leistung seiner Kollegen nicht immer überzeugt: „Ich denke zum Schluss stand die Abwehr nicht mehr gut genug und das hat uns das Genick gebrochen.“ Er weiß auch, dass es gegen Polen ein Finale wird: „Gegen Polen haben wir unseren 2. Matchball. Den müssen wir verwandeln und dann zählt alles oder nichts.“ Mittwoch – 16.15 Uhr – Alles oder nichts!!

 




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