Michelmann neuer DHB-Präsident

28. September 2015

Der neue Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB) heißt Andreas Michelmann. Beim Außerordentlichen Bundestag in Hannover wurde er zum Nachfolger von Bernhard Bauer gewählt. Allerdings verweigerte ihm ein Drittel der Delegierten die Stimme.

Kein Vertrauensvorschuss für den neuen Präsidenten

Andreas Michelmann ist der mittlerweile neunte Präsident des DHB. Im bürgerlichen Leben ist er Oberbürgermeister von Aschersleben in Sachsen-Anhalt. Die Wahl des neuen Präsidenten hatte zum Befreiungsschlag werden sollen, nach Monaten der Wahl- und Machtkämpfe. Dazu kam es aber nicht. Der DHB zeigt sich nach wie vor gespalten, weniger als zwei Drittel der Delegierten stimmten für ihren neuen Präsidenten. 73 von 199 gültigen Stimmen erhielt der 55jährige Germanist. Ein deutliches Wahlergebnis sieht anders aus – insbesondere, da kein Gegenkandidat gegen Michelmann antrat. Sein Vorgänger Bauer war vor zwei Jahren noch einstimmig gewählt worden.

Bisher war Michelmann Vizepräsident für Amateur- und Breitensport. Nun amtiert er bis zum ordentlichen Bundestag 2017. Trotz des alles andere als einstimmigen Ergebnisses zeigt sich Michelmann froh über den Ausgang der Wahl. Er freue sich, nach Wochen und Monaten der Auseinandersetzung miteinander die Ziele anstreben zu können, die sich der DHB vorgenommen habe.

Artschwager zog Antrag auf Rücktritt aller Vizepräsidenten zurück

Michelmanns Nachfolger als Vizepräsident Amateur- und Breitensport wurde Karsten Korte mit 67 Stimmen, Heinz Winden wurde zum neuen Vizepräsident Recht gewählt, nachdem Anja Matthies, bisherige Amtsinhaberin, aus persönlichen Gründen zurückgetreten war.

Im März 2015 war der bisherige Präsident Bernhard Bauer zurückgetreten. Die Landesverbände Württemberg, Hessen, Bayern und Niedersachsen wollten eine Rückkehr des alten Präsidenten; der Präsident des Landesverbands Württemberg, Hans Artschwager, hatte daher zunächst den Rücktritt aller Vizepräsidenten gefordert. Diesen Antrag zog er vor dem außerordentlichen Bundestag zurück. Die Landesverbände fühlen sich oft übergangen, die Kommunikationskultur zwischen Präsidium und Landesverbänden müsse außerdem verbessert werden, monierte Artschwager.




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