Heiner Brandt bemängelt das Fehlen von Führungsspielern

27. Juli 2013

Die Handball-EM 2014 wird ohne die deutsche Mannschaft stattfinden. Die deutschen Handballer haben die Qualifikation zur Europameisterschaft verpasst. Der ehemalige Weltmeister-Trainer Heiner Brandt macht dafür auch einen Mangel an Führungsspielern verantwortlich – dem Bundestrainer Martin Heuberger würden einfach führungsstarke Persönlichkeiten fehlen.

Keine alles überragenden Einzelkönner mehr

Brandt, mittlerweile 61 Jahre alt, hat die deutsche Handball-Mannschaft 2007 zu Weltmeister-Ruhm geführt. Die verpasst EM-Qualifikation ist für ihn, wie für jeden deutschen Handball-Fan, nicht leicht. Seiner Meinung nach mangelt es vor allem an Spielern mit Führungspotenzial, wie er in einem Interview mit dem Handball Magazin sagte. „Wir haben in Deutschland genug gute Handballer. Aber um ganz nach oben zu kommen, musst du nicht nur ein guter Handballer sein, sondern zudem Verantwortung übernehmen, stressresistent sein und nach vorn gehen,“ wird Brandt in einem Vorab-Auszug zitiert. Der aktuellen Mannschaft würden „alles überragende Einzelkönner“ fehlen.

Handball-EM zum ersten Mal ohne deutsche Beteiligung

Den derzeit erfolglosen Bundestrainer Heuberger nimmt Brandt in Schutz. Die Spieler könnten sich in den Bundesliga-Mannschaften nicht zu Top-Talenten entwickeln, hätten zu wenige Möglichkeiten, auf den entscheidenden Positionen zu spielen. Heuberger allein sei also nicht für die verpasste Qualifikation verantwortlich zu machen.

Die deutschen Spieler hatten den Einzug in die EM-Auftstellung im Qualifikationsspiel gegen Montenegro verpasst. Sie verloren 25:27 gegen die überlegene gegnerische Mannschaft. Zum ersten Mal überhaupt findet die Handball-EM 2014 in Dänemark daher ohne deutsche Beteiligung statt.




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